Phone In 6
(Lieferbar ab Juli 2012, kontaktieren Sonifex für weitere Details)

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Draufsicht
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PI-6R Fernbedieneinheit.
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Front
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Rückseite
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PI-6C Basisgerät.
Phone In 6
Das Phone In 6 ist ein
Anrufmanagementsystem für Anrufer-Rundfunksendungen. Es kann 2, 4 oder 6
Leitungen verwalten, je nachdem wie viele Leitungsmodule eingesetzt wuden.
Jeder Modulsteckplatz kann eine Karte für zwei PSTN-Leitungen oder eine ISDN
BRI-Leitung aufnehmen. Bei ISDN-Leitungen können zwei Anrufe über je einen
B-Kanal geführt werden. Die PSTN-Karten arbeiten mit zwei digitalen
Telefonhybriden, die auf die Eigenschaften verschiedener PSTN- oder
PABX-Systeme angepasst werden können.
Das System besteht aus zwei Komponenten: Dem 19" 1HE-Basisgerät, an welches die Telefon- und Audioverbindungen gesteckt werden und in dem die komplette Signalverarbeitung durchgeführt wird.
Darüber hinaus wird das Gerät mit einer abgesetzten Bedieneinheit gesteuert, die als ergonomisches Tischgerät ausgeführt ist. Die Verbindung zwischen beiden Geräten erfolgt über ein Standard-Ethernetkabel. Die Fernbedieneinheit kann direkt mit einem Headset verbunden werden, welches für Vorgespräche genutzt werden kann. Darüber hinaus werden hier alle Funktionen der Anrufverwaltung und Signalaufschaltung gesteuert.
In das Basisgerät können maximal drei Erweiterungskarten eingesetzt werden. Die Karten liegen in zwei Versionen vor. PI-ISDN wird für die Verbindung mit einer ISDN-Leitung (zwei B-Kanäle) genutzt. PI-PSTN ist mit zwei analogen Telefonleitungseingängen ausgestattet. Bei der internen Signalverarbeitung und dem Routing sind die verschiedenen Leitungstypen gleichwertig. ISDN- und PSTN-Karten können gemischt im Gerät verwendet werden.
Das Phone In 6 arbeitet mit der gleichen Eigensignal- und Echounterdrückung wie der preisgekrönte DHY-03 Telefonhybrid, der zu den besten Hybriden der Welt gehört und die maximalen Möglichkeiten bei Telefonleitungen ausschöpft. Die Echoauslöschung kann mehr als 70 dB betragen - das Ergebnis ist eine exzellente Trennung von Anrufer und Moderator und eine sehr hohe Signalqualität. Mehr geht mit den heutigen Telefonnetzen nicht. Der interne DSP arbeitet mit einer Präzision von mindestens 48 Bit und wird mit 24 Bit-Audiodaten vom Analog-Digital-Wandler versorgt.
Phone In 6 Bedienung
Das Basisgerät wird mit den Telefonleitungen, einer Warteschleifenmusikquelle, einem oder zwei Mischpultkanälen, sowie der Fernbedieneinheit verbunden. Empfängt das Gerät einen Anruf, so wird dieser auf der Fernbedienung signalisiert. Das Gerät nimmt den Anruf automatisch an und schaltet die Warteschleifenmusik auf. Der Anwender kann das Gespräch nun annehmen und hat die folgenden Optionen zur Verfügung:
- Das Gespräch kann auf den On-Air-Kanal des Mischpultes geschaltet werden.
- Das Gespräch kann wieder in die Warteschleife geschaltet werden.
- Das Gespräch kann aufgelegt werden.
Während dieser Vorannahmephase des Gespräches wird das Signal durch vereinfachte Algorithmen bearbeitet. Erst das Aufschalten der Leitung auf den Mischpultweg legt das Signal auf den DSP des Gerätes und erlaubt so die maximale Signalqualität.
DSP-Merkmale des Phone In 6 System
- Echo- und Eigensignalunterdrückung sorgt für eine besonders gute Separation zwischen Studio- und Anrufersignal.
- AGC (automatic gain control) & ein Noisegate optimieren den Geräuschabstand und den Pegel des Anrufersignals.
- Ducking erlaubt es dem Moderator das Signal des Anrufers zu übersprechen. Dies verbessert die Sprachverständlichkeit des Moderators, wenn beide Teilnehmer gleichzeitig reden.
- Bei Konferenzschaltungen werden die Signale gemischt, damit jeder Teilnehmer das Studio und die anderen Anrufer klar verstehen kann.
Konferenzschaltungen und Cleanfeed/N-1-Anwendungen
Der Phone In 6 kann zwei Leitungen gleichzeitig verarbeiten. Normalerweise werden beide Leitungen auf getrennte Mischpultkanäle geschaltet. Dadurch ist es möglich, dass der Moderator beide Leitungen separat On-Air schaltet oder über den PFL-Weg ein Vorgespräch führt. Eine Kommunikation zweier Anrufer wird so jedoch erschwert, da der jeweils andere Anrufer die zweite Leitung nicht hören kann. Für diesen Fall kann das Gerät zwischen zwei Betriebsmodi umgeschaltet werden:
Normal Mode, bei dem, wie beschrieben, beide
Leitungen separat behandelt werden.
Conference Mode, in dem beide Anrufersignale bereits im Gerät gemischt werden und so als gemeinsamer Kanal zur Verfügung stehen.
Der Cleanfeed/N-1 ist ein Ausgang des Mischpultes, welcher das gesamte Sendesignal enthält, aus dem jedoch der jeweilige Anrufer entfernt wurde. Im Conference Mode werden beide Anrufer aus dem Cleanfeedsignal entfernt. Deshalb mischt das Gerät den jeweils anderen Anrufer in die Leitung ein, damit beide sich untereinander verstehen können.
Im Normalbetrieb sollten beide Telefonwege auf separate Kanäle des Mischpultes gelegt werden, die einen separaten Cleanfeedausgang für jeden der beiden Eingänge bereit stellen. Sollte dies vom Mischpult nicht unterstützt werden, kann das Phone In 6 in einen dritten Modus geschaltet werden, bei dem das Signal der jeweils anderen Leitung im erst Gerät hinzu gemischt wird, beide Signale jedoch auf getrennten Mischpultkanälen verbleiben. Dieser Modus ähnelt der Konferenzfunktion und wird Shared Mode genannt.
Anrufverwaltung - Selbstfahrerbetrieb & Vorgesprächs-Modus
Das Phone In 6 unterstützt zwei generelle Betriebsarten:
- Selbstfahrerbetrieb, bei dem die gesamte Anrufverwaltung vom Moderator selbst übernommen wird.
- Vorgesprächsmodus, bei dem der Anrufer zunächst von der Regie angenommen und anschließend auf den Mischpultkanal geschaltet wird.
Selbstfahrerbetrieb
Im Selbstfahrerbetrieb werden alle Anrufe automatisch angenommen und in die Warteschleife geschaltet. Wenn der Moderator bereit ist, kann er den Anrufer direkt On-Air schalten. Die Anrufer in der Warteschleife können auf einen oder zwei Mischpultkanäle geschaltet werden. Wir empfehlen allerdings alle Anrufer auf einen Kanal zu legen. Stehen zwei Telco-Kanäle am Mischpult zur Verfügung, kann es trotzdem sinnvoll zu sein und die Warteschleifenanrufe nur auf einen der beiden zu schalten. Der freie Kanal kann so genutzt werden um einen Anrufer 'zu parken' oder parallel einen ausgehenden Anruf zu starten.
Automatische Rufannahme & Automatische Leitungstrennung
Anrufe werden automatisch angenommen und auf die Warteschleife geschaltet. Hatte der Moderator den Anrufer auf das Mischpult geschaltet, so kann die Leitung automatisch getrennt werden, wenn der Kanalfader geschlossen wird. Hierfür muss der Faderstartausgang des Kanals mit den Steuereingängen des Phone In 6 verbunden werden. Die Anrufe können nacheinander auf einen Kanal oder abwechselnd auf beide Kanäle gelegt werden. In diesem Fall blinkt die LINE HOLD-Taste der jeweils nächste Leitung.
Vorgesprächsmodus
Im Vorgesprächsmodus wird das Gespräch zunächst im Regieraum angenommen und anschließend manuell in die Warteschleife geschaltet, bis der Moderator bereit ist das Gespräch anzunehmen.
Einen Anruf empfangen
Wenn ein Anruf eingeht, beginnt die LINE HOLD-Taste der Leitung rot zu blinken. Durch einen Druck auf die Taste wird das Gespräch angenommen und auf die Warteschleife geschaltet. Die LINE HOLD-Taste leuchtet nun grün.
Durch Druck auf die LOCAL-Taste und die LINE HOLD-Taste der betroffenen Leitung, kann der Anruf für das Vorgespräch auf das Headset geschaltet werden. Die LINE HOLD-Taste leuchtet gelb. Durch erneuten Druck auf LOCAL wird das Gespräch zurück in die Warteschleife geschaltet.
Signalrouting
Um einen Anrufer auf den Mischpultkanal zu schalten, muss die zum gewünschten Kanal gehörige ON-AIR-Taste gedrückt werden. Die ON-AIR-Taste leuchtet nun grün und das Signal wird vom Haupt-DSP des Gerätes bearbeitet. Über eine GPIO-Steuerleitung kann die Anrufbereitschaft an den Mischpultkanal gemeldet werden.
Wenn die On-Air-Wege belegt sind, blinkt die ON-AIR Taste kurz und der Anrufer wird zurück in die Warteschleife geschaltet. Um einen Anrufer vom On-Air-Weg zu nehmen, muss die ON-AIR-Taste für eine Sekunde gehalten werden. Der Anrufer wird automatisch zurück in die Warteschleife geschaltet.
Auflegen & Anrufen
Um eine Leitung zu trennen muss die LINE HOLD-Taste für eine Sekunde gehalten werden.
Um einen Anruf zu führen muss zunächst die LOCAL- und anschließend die LINE HOLD-Taste einer freien Leitung gedrückt werden. Das Headset ist nun aktiv, eine freie Leitung aufgeschaltet und das Freizeichen hörbar. Jetzt kann eine Nummer, ein Eintrag aus dem Telefonbuch (über die #-Taste) oder die letzte Rufnummer erneut gewählt werden.
Phone In 6 Konfiguration
Das Phone In 6 System besteht aus dem Basisgerät und einer angeschlossenen Fernbedieneinheit. Beide kommunizieren über das TCP/IP-Verfahren und benötigen eine gültige IP-Adresse um sich im Netzwerk erkennen zu können. Zunächst wird die IP der Fernbedieneinheit eingegeben. Anschließend kann nach Basisgeräten im Netzwerk gesucht werden. Sollten sich mehrere Basisgeräte im Netzwerk befinden, kann das gewünschte ausgewählt und aufgeschaltet werden. Auf Wunsch kann nun die IP-Adresse des Basisgerätes geändert werden.
Über die Fernbedieneinheit kann ein Konfigurationsmenü aufgerufen werden, welches die Einstellungen auf dem Basisgerät vornimmt. Die meisten Einstellungen werden nur in der Installationsphase benötigt und einmalig vorgenommen. Andere Parameter, etwa die Umschaltung zwischen Selbstfahrerbetrieb und Vorgesprächs-Modus, kann im laufenden Betrieb erfolgen. Verschiedene Konfigurationen können in Presets abgelegt, und so zum Beispiel zwischen zwei Sendungen umgeschaltet werden.
Das Telefonbuch der Fernbedieneinheit fasst 99 Einträge.

